Laugavegur

Nach einem etwas anstrengenden Wochenende bei meinem neuen Job im Supermarkt habe ich mich heute etwas belohnt. Der Tag fing an mit einer Vorlesung um 8 Uhr. Danach habe ich mir gemütlich den Sonnenaufgang angesehen. Das Bild sieht recht friedlich aus. Allerdings gab es heute einen recht stürmischen und kalten Wind, der einem sofort unter die Haut fährt.

Nach einem Ausflug zum Finanzamt habe ich trotz des Windes einen Bummel durch die Stadt unternommen, um meine Seele etwas baumeln zu lassen und das ausgesprochen fotogene Wetter zu nutzen.

Reykjavík ist eine Boomstadt. An allen Ecken und Ende wird gebaut. Die Grundstücke mit Blick in die Bucht und auf den Berg Esja sind offenbar besonders beliebt.

Blick in eine Seitenstraße des Laugavegur. Diese ist die Haupteinkaufs- und Kneipenstraße der Stadt. Daran, dass sich alles in einer Straße konzentriert, merkt man schon, dass Reykjavík eine Kleinstadt ist. Allerdings ist hier nachts deutlich mehr los als in einer Kleinstadt.

Dieses Geschäft verkauft Steine aus Island (Steinn). Ich habe versäumt zu fragen, ob sie da einen Geologen-Aushilfsjob haben…

Wie gesagt, alles Steine.

Sich in isländischen Behörden (und der Uni!) zurechtzufinden, ist gar nicht so einfach, da englischsprachige Beschilderung eher die Ausnahme ist. Am Laugavegur ist das aber teilweise anders, weil hier mehr Touristen unterwegs sind.

Laugavegur ist vollgestopft mit urigen Szenekneipen. Die Stadt wandelt sich aber recht schnell, Kneipen machen zu, Häuser werden abgerissen. Der Sirkus gehört(e) definitiv zu den besten Clubs der Stadt, machte vor einer Woche zu und wird demnächst abgerissen.

Selten im Isländischen: Fremdwörter. Normalerweise gibt es für fast alle Begriffe, die im Deutschen mit einem Anglismus behandelt werden würden, einen eigenen isländischen Begriff. Dieser hat unglücklicherweise selten noch etwas mit dem Ursprungswort gemein, was es zumindest für Ausländer schwierig macht, etwas zu verstehen. Für das Isländische selbst ist es natürlich gut, da sie so auch ein Stück altisländische Kultur bewahrt. Für Sushibar gibt es wohl noch keine isländische Entsprechung. Sushibarinn bedeutet einfach „Die Sushibar“.

Hallgrímskirkja.

Ich musste mich aufwärmen – und belohnen. Ich fragte nach einem Tee und „irgendeinen Kuchen“ – und bekam das.

Zeitsprung: Es ist Sonnenuntergang. Ich war heute abend noch kurz vor Dämmerung im Schwimmbad und habe dabei den Blick auf den Himmel genossen, der durch den starken Wind alle 2 Minuten anders aussah.

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4 Kommentare zu “Laugavegur”

  1. Das ist ja schade, dass das Sirkus zugemacht hat, da war ich bei meinem letzten Urlaub auch, war wirklich urig. Kennst du das Café Kultura? Da gibt es an jedem 2. Freitag im Monat einen „Stammtisch“ der deutschen Ausgewanderten, Studenten, Au-pairs, Sonstigen, wird im Iceland-forum.de immer angekündigt. Muss wohl ne ganz lustige Gruppe sein, die sich dort trifft. Die Polarlichter müssen ja neulich toll gewesen sein – Neid,Neid! Da ich beide Male im Sommer in island war, blieb mir dieses Erlebnis noch verwehrt. Weiterhin schöne und gute Zeit trotz Kälte, Nässe und Wind!

  2. Wie war der Kuchen?

  3. sehr schmackhaft. viel marzipan, viel sahne. brauchte bis zum abend nichts mehr zu essen. ;-)

  4. […] Seite der Reykja-Bucht ist ein dominanter, bis zu 914 Meter hoher Bergrücken, der auch das Stadtbild dominiert. Esja besteht aus verschiedenen Lagen aus Basalt und vulkanischer Asche, die hier vor […]

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