Heima

Als mein Flugzeug aus Berlin am Flughafen von Keflavík gelandet war und die Stewardess sich von den Passagieren verabschiedete, endete die englische Version ihrer Ansprache mit den Worten „Welcome to Iceland“. Auf Isländisch – für mich aufgrund der Sprechgeschwindigkeit kaumverständlich – klang es etwas anders: „Velkomin heim.“, übersetzt „Willkommen zu Hause“. Das Heimkommen ist für das kleine Volk der Isländer ein prägendes Motiv. Denn obwohl sie sehr viel tun, um ihre eigene Sprache und Kultur zu bewahren, haben viele Isländer schon im Ausland, in der Fremde gelebt. Das Gefühl heimzukommen ist also so etwas wie eine Erfahrung, die alle Isländer verbindet. Kaum verwunderlich ist daher auch, dass es im Film der Band Sigur Rós namensgebend war.

Heima ist auch der Titel dieses Eintrags: Ich möchte euch in mein – unser – bescheidenes Heim einladen. Zuerst einmal werfen wir einen Blick auf den Hafen und die andere Seite der Rauch-Bucht (das isländische Wort Reykjavík setzt sich zusammen aus reykja, Rauch und vík, Bucht).

Jetzt drehen wir uns um 180° und werfen einen Blick auf das erste Haus rechts. Es gehört zum Gästehaus Three Sisters, das drei Straßen entfernt liegt. Der Eingang mit der schicken Weihnachtsbeleuchtung ist unserer.

Schlaf- und Arbeitsplatz 1

Schlaf- und Arbeitsplatz 2

Unsere Küchennische: Sie sieht sehr klein aus, aber mit Mikrowelle und zwei Kochplatten kann man eine ganze Menge kochen. Mikael und ich wechseln uns jeden abend ab – einen kocht er, einen ich – der andere wäscht jeweils ab. Das funktioniert echt gut und es gibt immer echt gute Sachen.

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5 Kommentare zu “Heima”

  1. Sieht schön gemütlich aus bei euch. Zwar klein, aber auch schnuckelig… Schön mal zu wissen, was dich immer so umgibt, wenn wir telefonieren!

  2. Fällt dir das Isländische eigentlich leicht?
    Ein bisschen dürftest du es im Blut haben.
    An der Ostseeküste gibt es die Prorer Wiek und auf Rügen den Ort Rahlswiek. Niederdeutsch bedeutet Wiek kleine offene Bucht.
    Rauch ist Rok. Min Urenkel het sik in Rokwiek inquartiert, hätte meine Großmutter jetzt gesagt.

  3. Isländisch ist wegen den vielen zusammengesetzten Begriffen (z.B. für irgendwelche Büros an der Uni) nicht wirklich leicht zugänglich, wobei ich es wohl schon leichter habe als mein französischer Mitbewohner. Zum Glück habe ich zumindest die Ausspracheregeln intus und wenn man ein Wort spricht, erkennt man oft eine Ähnlichkeit zum Deutschen. Ist halt eine germanische Sprache. Vielleicht würde da Plattdeutsch noch mehr helfen. Das mit der Wiek wusste ich nicht.

  4. Hallo! Es hat dich nach Island verschlagen, ich bin begeistert. Kann ich dich auf meinem Blog verlinken? Ich bin gespannt mehr übder das Land und auch dein Studium zu hören. Willst du dich auf Volcanology spezialisieren? Ich werde das nächste Semester noch in Warschau studieren, bin zurzeit in Lodz. Polnisch macht Spaß ist aber sicher nicht so schwer wie Isländisch…Ich grüße herzlichst!

  5. Hallo Karlchen, na mensch da is er ja schon. Muss zugeben, dass ich ja kein Fan von Blogs bin, aber deiner macht unheimlich viel Spaß und is zudem auch noch sehr lehrreich, wie sich herausstellt. Bin sehr gespannt auf deine weiteren Abenteuer und Unichaostage (mach doch mal nen Foto, muss doch sehen, ob das die uni is, die ich kenne…)
    Ganz liebe Grüße aus Bremen,
    Denise

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