Sigur Rós

Einen der ersten Kontakte mit isländischer Kultur machte ich, als meine Mutter vor einigen Jahren eine CD nach Hause brachte, über die sie etwas in einer Zeitschrift gelesen hatte. Damals hörte ich zwar auch den Namen des Interpreten, vergaß ihn aber sofort wieder. Nur der Titel der CD blieb mir im Gedächtnis: ( )

Gestern sah ich den ersten Film dieser Band. Wenn eine Autobiografie eine Biografie von sich selbst ist, war es wohl ein Autodokumentarfilm: Heima. Darin geht es vor allem um die Band Sigur Rós, die im Jahr 2006 eine Tour quer über Island gemacht hat. Das ist trotz der großen kulturellen Schaffenskraft der Isländer eine Seltenheit. Immerhin konzentrieren sich in Reykjavik 40% der Gesamtbevölkerung, die zweitgrößte Stadt des Landes Kópavogur hat nur 27.000 Einwohner, die allermeisten Orte sind winzig. Da ist es natürlich schwer, in entlegenden Gebieten genügend Leute zu Konzerten zusammenzubekommen. Auf ihrer Tour wird gezeigt, wie Sigur Rós auch an sehr entlegenden Orten spielen: In alten Fabrikhallen, auf einem winzigen Camp gegen einen Staudammbau kurz vor der Flutung, in einem Wohnzimmer… Der Film nur verliert wenige Worte. Die kurzen Musikerzitate sind eher das Beiwerk, überwiegend hört man Sigur Rós spielen und sieht dabei die einsamen und märchenhaften Landschaften Islands und ganz normale Isländer, die der Musik lauschen.

Wer also mal wieder einen ruhigen Abend braucht und einfach nur abschalten will, dem sei dieser Film ans Herz gelegt.

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