Snæfellsnes: Nach Grundarfjörður

Wir haben Osterferien! Von Mittwoch bis Dienstag über das Osterwochenende finden keine Vorlesungen statt. Daher machte ich mit Christine einen Ausflug auf die Snæfellsnes-Halbinsel (sprich: Sneifedlsnes).

Auch wenn uns das Wetter nicht gerade freundlich gesonnen war, machten wir uns frohgemut auf den Weg. Wie uns alle Bekannten und die Reiseführer geraten hatten, nahmen wir nicht den Tunnel nördlich von Reykjavík, sondern den landschaftlich sehr reizvollen, etwa 50 km langen, kurvernreichen Umweg durch den Hvalfjörður (Walfjord).

Trotz Regen und starken Windes bereuten wir diese Entscheidung nicht. Das unwirtliche Wetter verlieh dem Fjord eine geheimnisvolle Atmosphäre.

Im Ort Borgarnes machten wir halt, um das neu eingerichtete Landnahmemuseum zu besuchen. Mit Audioguides wurde auf sehr ansprechende Weise die Geschichte der Besiedelung Islands erzählt, untermalt durch kurze Filmaufnahmen und dem schaukelnden Bug eines Wikinger-Schiffes, in dem man seine Seetauglichkeit beweisen konnte. Davon abgesehen bot sich der Ort jedoch wenig einladend dar…

Unsere Jugendherberge lag in Grundarjörður, einem Ort an der Nordküste der Halbinsel. Um dort hinzugelangen mussten wir einen kleinen Pass überqueren. Auch hier hatte es stark getaut und selbst am höchsten Punkt lag kaum noch Schnee. Auf einem Lavafeld leuchtete sogar schon das Grün des Mooses.

Island in der Pfütze…

Die Jugendherberge ist ein hübsches rotes Haus gleich bei der Kirche von Grundarfjörður. Der Besitzer kommt ursprünglich aus Südafrika, doch irgendwie hat es ihn mit seiner Frau hierher verschlagen und nun bietet er seinen Gästen freundliche Tipps zur Erkundung der Halbinsel.

Trotz eines kräftigen Windes wagten wir uns noch einmal aus dem Haus, um einen kleinen Strandspaziergang zu machen.

Der markante Berg auf dem unteren Bild ist der Kirkjufell – der Hausberg Grundarfjörðurs. Bei seinem Anblick verspürten wir in den kommenden Tagen fast so etwas wie ein „daheim“-Gefühl…

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