Snæfellsnes: Stykkishólmur und Djúpalónssandur

Der vorletzte Tag auf der Snæfellsnes-Halbinsel erwartet uns ungemütlich nasskalt mit einer dichten Wolkendecke, die nicht den Anschein macht, bald weiterziehen zu wollen. Obwohl isländisches Wetter eigentlich für seine schnellen Wechsel bekannt ist – was vor allem am starken Wind liegt – scheinen wir kein Glück zu haben. Es weht leider kaum Wind, der die Wolken wegblasen könnte.

Aber um den Tag dennoch zu nutzen, entscheiden wir uns nach Stykkishólmur zu fahren, dem größten Ort der Halbinsel (1.140 Einwohner). Allerdings haben alle Geschäfte und das lokale Museum zu. Selbst der Stand, an dem man Karten für die Fahrt zu den Inseln im großen Breiðafjörður kaufen, ist verrammelt und die Fahnen davor sprechen noch von den letzten Wetterkapriolen.

Auch wenn die dem Ort vorgelagerte kleine Halbinsel bei dem Wetter wenig einladend erscheint, entscheiden wir uns, sie kurz zu Fuß zu erkunden. Die besteht aus einem kleinen Basaltplateau, das von außen von vielen gelben Flechten bewachsen wird, die bei Sonnenlicht sicher für einen goldenen Schein sorgen könnten.

Ja, es sieht nicht nur kalt aus.

Zurück im Gästehaus in Grundarfjörður gibt uns der Hostelbetreiber den Tipp, es mal auf der Südseite der Halbinsel zu versuchen. Wenn das Wetter von Norden kommt wie heute, sei es dort oft schöner (und andersherum). Wir versuchen also, der Sonne entgegenzufahren.

Es wird heller am Horizont!

Von der geschotterten Straße, die um den Snæfellsjökull herumführt liegt mitten in einem von dichtem Moos und roter Heide bewachsenen Lavafeld der Djúpalónssandur, ein traumhafter schwarzer Sandstrand, den wir ausgiebig erkunden.

Hinter diesem Felsenloch schaut der Gletschervulkan hervor.

Vor dem Strand liegen einige verrostete Schiffsteile, die hier 1948 belassen wurden, als bei Sturm ein britischer Trawler vor der Küste verunglückte.

Auf der Fahrt heim geht es zurück in die grauen Schleierwolken, die zum Glück ein paar Konturen mehr bekommen haben.

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