Vulkanologie auf der Reykjanes-Halbinsel

Wieder einmal war die Reykjanes-Halbinsel Ziel eines Ausflug (Nes heisst im Isländischen übrigens Halbinsel), dieses mal organisiert von unseren Volcanology-Lehrern. Eigens dafür wurde ein Hochlandbus gemietet. Diese fahren in den Sommermonaten die abgelegenen Gebiete in Zentralisland an und sind in der Lage, dabei auch Flüsse zu durchqueren.

Erstes Ziel unseres Trips war die Südwestspitze der Halbinsel, der südwestlichste Punkt Islands. Quer über Reykjanes verläuft die Plattengrenze zwischen nordamerikanischer und eurasischer Platte. Island liegt bekanntlich auf dem mittelatlantischen Rücken und der hiesige Vulkanismus wird von einem Hot Spot aus dem Erdmantel sowie dem Rücken gespeist. Während im Landesinnern mehrere vulkanische Zonen eine diffuse Plattengrenze zeichnen, ist es hier in Küstennähe noch recht einfach. Gewiefte Tourismusexperten haben daher an dieser Stelle eine Brücke zwischen den Kontinenten gebaut…

Ganz in der Nähe befindet sich ein hochaktives Geothermalgebiet, das die umliegenden Gemeinden mit Wärme und Strom versorgt. Während es von weitem noch gezähmt aussah, …

War es bei näherer Betrachtung durchaus beeindruckend. Hier führte einmal eine befahrbare Schotterstrasse durch. Innerhalb der letzten Wochen haben sich aber die heissen Wässer der Strasse bemächtigt, die nun nur noch aus blubberndem und dampfendem Schlamm besteht.

Diese Holzbrücke führt zu einer Heisswasserfontäne. Ármann nimmt die Warnung nicht ernst – empfiehlt uns aber, lieber nicht auf die Brücke zu gehen. „Sie ist etwas rutschig und schwankt am Ende.“ Darunter, wohlgemerkt, liegt nur kochender Schlamm…

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